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Abmahnung – Was nun?

Eine Abmahnung erreicht einen meist überraschend. In der Regel gibt es keine Vorankündigung, so dass man sich plötzlich mit einem Schreiben konfrontiert sieht, dass einen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung auffordert und meist die Zahlung von Anwaltskosten verlangt. Die Anwaltskosten, die in einer Abmahnung verlangt werden, sind dreistellig, können aber auch schnell vierstellige Summen erreichen. Daneben sind die gesetzten Fristen sehr kurz bemessen, so dass man meist nur wenige Tage Zeit hat, zu reagieren. Liegt zwischen Erhalt der Abmahnung und der gesetzten Frist noch ein Wochenende, bleiben einem manchmal nur wenige Tage, um auf die Abmahnung zu reagieren.

Daher ist es umso wichtiger, bei Erhalt einer Abmahnung richtig zu reagieren, um weitere Nachteile zu vermeiden, bzw. um sich alle Optionen offen zu halten.

Daher gilt zunächst: Ruhe bewahren. Notieren Sie sich wann Sie die Abmahnung erhalten haben und bewahren Sie den Briefumschlag und das komplette Schreiben auf. Sollten Sie die Abmahnung per E-Mail erhalten haben, so drucken Sie diese aus.

Eine Abmahnung muss zwar gewisse Bedingungen erfüllen, jedoch ist es nicht notwendig, dass Ihnen die Abmahnung per Post zugeschickt wird, es ist auch nicht erforderlich, die Abmahnung per Einschreiben zuzustellen. Das Abmahnschreiben muss nicht einmal unterzeichnet sein sondern kann Ihnen auch per Fax oder per E-Mail zugeschickt werden. Eine Vollmacht muss der abmahnende Rechtsanwalt ebenfalls nicht beifügen.

Nach Erhalt der Abmahnung sollten Sie diese sorgfältig durchlesen und die darin benannten Fristen notieren. Prüfen Sie auch, ob der Sachverhalt grundsätzlich zutreffend ist und ob die benannten Daten stimmen (z. B. Ihre Adresse und die weiteren benannten Daten, z. B. Links zu Webseiten, etc.).

Der Grund der Abmahnung kann vielfältig sein. Auch wenn man auf den ersten Blick der Auffassung sein könnte, dass eine Abmahnung unberechtigt ist, sollte man diese sorgfältig prüfen lassen, um Folgen, wie eine Einstweilige Verfügung, zu vermeiden. Es ist daher anzuraten, anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine seriöse Einschätzung der Sach- und Rechtslage zu erhalten. Wir bieten Ihnen hierbei an, dass Sie uns die Abmahnung zuschicken und wir ein erstes kostenfreies Telefonat führen. Wenn wir für Sie tätig werden, vereinbaren wir in der Regel eine Pauschale, so dass Sie Kostensicherheit haben.

Um die richtige Strategie festzulegen, ist es zwingend notwendig, zu prüfen ob die Abmahnung berechtigt ist oder unberechtigt. Sofern die Abmahnung berechtigt ist, das heißt ein rechtwidriges Verhalten vorliegt, ist dennoch zu prüfen, ob der geltend gemachte Unterlassungsanspruch gegebenenfalls zu weit gefasst ist, ob gegebenenfalls geltend gemachte Schadensersatzansprüche überhöht sind und ob die in Ansatz gebrachten Rechtsanwaltskosten in Ordnung sind. Selbst wenn man daher grundsätzlich zur Unterlassung verpflichtet ist, bedeutet dies nicht, dass man an den geforderten Summen nicht noch etwas ändern könnte.

Ist eine Abmahnung unberechtigt, kann man diese zurückweisen – was man dann auch schriftsätzlich innerhalb der genannten Fristen tun sollte. Daneben kann man die eigenen Rechtsanwaltskosten als Schadensersatz verlangen.

Die ist Abmahnung teilweise oder vollständig berechtigt, gibt es dennnoch Möglichkeiten, die Folgen einer Abmahnung zu mindern. Zum einen kann eine modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben werden, die meist enger gefasst wird als die, die vom Abmahner mitgeschickt wurde. Daneben kann man prüfen ob die Forderungen berechtig sind bzw. kann deren Höhe nachverhandeln bzw. die Forderung gegebenenfalls auch zurückweisen.

Daneben wird selbstverständlich immer geprüft, ob es sich um eine rechtsmissbräuchliche Abmahnung handelt. Dies ist ins Besondere dann der Fall, wenn die Abmahnung nur aus reinem Gebühreninteresse ausgesprochen wurde und beispielsweise eine Vielzahl von gleich lautenden Abmahnungen ausgesprochen wurden, obwohl der Mandant des abmahnenden Rechtsanwalts gegebenenfalls in nur sehr geringem geschäftlichen Umfang tätig ist.

Daneben besteht auch die Möglichkeit, zu prüfen, ob der Gegner sich selbst rechtskonform verhält. Tut er dieses nicht, ist es hier gegebenenfalls auch möglich eine Abmahnung auszusprechen um dann die beiderseitigen Ansprüche durch Aufrechnung zum Erlöschen zu bringen.

Nach Festlegung der Strategie setzen wir diese um und begleiten Sie außergerichtlich. Sollte eine gerichtliche Auseinandersetzung notwendig sein, vertreten wir Sie vor dem jeweiligen Gericht.

Sollten Sie also eine Abmahnung erhalten haben, können Sie sich jederzeit an uns wenden. Hierfür stehen Ihnen ein Kontaktformular und auch ein Formular zur Anforderung eines kostenlosen Kostenvoranschlags zur Verfügung. Sollten Sie Fragen haben erreichen Sie sie mich auch jederzeit unter burow@rechtsberatung-karlsruhe.de

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